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Alles unter Kontrolle! Ein Leben zwischen Ultramarinblau und Pantone-Niagara.

Aus: Gespräche mit Yasin

Sagen Sie jetzt nicht, Sie hätten es nicht gewusst. Es war doch klar: es würden nicht nur die schönen wackeren jungen Männer kommen, mit denen man (und Frau) gerne in der U-Bahn flirtet, die mal vielleicht auch in 4 Blocks landen, und in ihrer prachtvolle Wildheit unsere Fantasie über den Bello e impossibile aus dem Nahost hoch schwingen lassen.

Und es würden auch nicht nur Syrer auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Unterdrückung und Zerstörung kommen, sondern auch ein paar kriminelle Libyer auf der Flucht vor Gesetzen, Kosovaren auf der Flucht vor hohen Zinsen für Baukredite, minderjährige Tunesier auf der Flucht vor der Schule, und diverse andere dubiose (un)menschliche Gestalten.

Viele, die aus biographischen Gründen nicht mit einem syrischen Pass ausgestattet waren, hatten alles darauf gesetzt, um syrisch zu werden, oder zumindest, syrisch zu erscheinen. Jeder Youtuber weiß es.

Es kamen auch Damen, wie die sogenannte Umm Meruan. Diese erklärte dem Al Jazeera Channel, sie habe es doch überlegt: lieber stürbe sie unter den Bomben, statt ihre Töchter in Frieden und ohne Kopftuch in Europa aufwachsen zu lassen. So kehrte Sie mit der ganzen Familie zurück nach Idlib, die bigotteste Provinz der Welt, nach Bad Tölz. Wunder der Konsequenz. Und des Fanatismus.

Ganz zu schweigen, von denjenigen echten Syrern, die hinter sich ein Leben im Geheimdienst oder in den Folterschwadronen des Regimes zurückließen, um einen frischen Start in Europa zu wagen – und mit leichtem Fuß durch das Refugee Welcome-Hip Hop durchflanierten.

Und jetzt mal ehrlich! Hätten Sie mal den Schreibtisch mit einem Mitarbeiter des BAMF oder des LaGeSo Berlin getauscht? In den Tagen des Wahnsinns, als eine schreiende mehrsprachige Horde vor ihnen stand, die ernährt, logiert und sortiert werden musste: „Bitteschön, hier die ehrlichen Zivilisten, die ISIS-Anhänger dort drüben, bitte!“.

So kann ich es den Beamten vom BAMF nicht verübeln, wenn sie doch noch einen Blick darauf werfen wollen. Man weiß ja nie.

Worauf, meinen Sie? Auf den syrischen Reisepass von Yasin.

Yasin gehört zu denjenigen, die die Gefängnisse der Assad-Familie von innen besichtigen durften, sich ein paarmal in der Schusslinie der Scharfschützen befanden, kurz gesagt, dem Tod nur knapp entwischt sind.

Inzwischen hat sich sein Vermögen erweitert, er ist nun im Besitz eines hellblauen Reisedokuments, eine Farbe, die der Pantone-Niagara sehr ähnlich scheint, und ihn zweifellos als Flüchtling definiert.

Wie der Duden erklärt, das Suffix –ling hebt eine bestimmte Eigenschaft hervor: Neuling, Findling, Jährling, Feigling, Prüfling, dabei wird die so definierte Person mit einem Hauch von Unvollkommenheit – manchmal leicht negativ – versehen.

Ein einziges Suffix, um das Meer der Unsicherheit, Angst, Demütigung zu beschreiben. Die Schlepper und die marodierenden Boote, die Einen, die ihre Seele in das Mittelmeer kotzen, Die Anderen, die heute noch in einem improvisierten KZ in Ungarn, Kroatien oder Serbien rasten, wo sie bei dem Komfort und den Behandlungen dort den syrischen Gefängnissen nachtrauern. Das alles, wenn sie nicht zwischen Sabratha und Lampedusa ersoffen sind.

Magie der deutschen Sprache.

Yasin hat sich außerdem allen Tests unterzogen, und unter Beweis gestellt, dass er für das Leben in Deutschland taugt. Er ist integriert!

Yasin hat einen Job, wofür er unterbezahlt und überqualifiziert ist, wie zwei Drittel der Europäer. Willkommen!

Also ich kann es ihm nicht verübeln, wenn er sich manchmal nicht so ganz willkommen fühlt; das –ling begleitet in diesen Momenten seine Tage wie die Plakette eines Hundes.

Mir wäre auch schaurig, würde ich lesen, dass bei fehlender Mitwirkung mir eine Geldstrafe bis 25.000 Euro angedroht wird, alternativ zwei Wochen Knast.

Er möge doch bitte noch einmal den ultramarinblauen und in Gold kalligrafierten Tausend-und-eine-Nacht-beschwörenden museumswürdigen syrischen Pass den Behörden zur erneuten Kontrolle vorlegen.

„Nur zur Sicherheit… Nein, wirklich nichts zu befürchten…“. Denn man will ja endlich die guten, echten, pedigreehaften Syrer von den Schwindlern endgültig trennen. Irgendwann muss man ja Ordnung im Schrank schaffen.

„Wie? Der Herr arbeitet? … Ja natürlich, Sie können auch selbst den Pass zur Überprüfung abgeben“.

An einem kalten Februarmorgen, im eisigen Ostwind fechte ich der Truppe aus dem spanischen Kindergarten im Abmarsch zum Spielplatz entgegen, überquere gefährliche Hundeleinen, die den Fußweg versperren, bewaffnet, mit einer Kanne voll Thymiantee und einem syrischen Pass, Richtung Bundesamt für Migration und Flüchtlinge steuernd.

Das Röntgen-Band kenne ich vom Flughafen Schönefeld. Der Wachmann ist jedoch hier netter, verständnisvoller und sympathischer. Die Dame, die meine Tasche durchsuchen muss, wartet geduldig, bis ich checke, dass ich diese doch öffnen sollte, es ist ein angenehmer zuvorkommender Mitarbeiter, der mich zum Schalter eskortiert, hinter dem die Angestellten sich liebevoll zum Dienstwechsel umarmen.

Der Warteraum ist hell, in warmen Farben gestaltet, im Fernseher läuft ein Programm auf Albanisch. In diesen wattierten Räumen ist die Welt suspendiert.

Und dann kommt die Unsicherheit. Am Morgen werde ich den Responsus erhalten. Tausende Fragen ringen in meinem Kopf: „Und was, wenn es Probleme gibt?“ Es wird keine Probleme geben, der Pass ist echt. Diese Aberration der Bürokratie muss man durchleben, erst dann hat man Kafka wirklich verstanden.

Der Morgen kommt. Er ist sonnig und mild. Es ist Valentinstag.

Am Eingang vom Amt steht die Familie Simpson von Moldawien. Ein Wachmann, der auch als Dolmetscher fungiert, bemüht sich, zu erklären, dass dies nicht das Sozialamt ist. Es wird nicht leicht. Ich möchte die Geschichte weiter verfolgen, doch ich werde vorgelassen. Keine zwei Minuten: Der Beamte steht schon wieder hinter mir, er händigt mir den Pass von Yasin aus.

„Und jetzt bleibt nur das Gespräch!“

„Wie, welches Gespräch? Habe ich nicht erwähnt? Yasin hat eine Ladung zur Befragung erhalten. Sein „Schutzstatzus“ wird überprüft.

„Nur eine Routine, da müssen alle durch“ Man muss die aktuelle politische Lage in Syrien einschätzen… Schon stelle ich mir Yasin vor, während er vor einem gelangweilten Beamte den Politologen spielt.

Ich denke an Umm Meruan und atme gut durch. In meinem Kopfkino läuft gerade Alles unter Kontrolle! Die Simpsons plaudern weiter mit dem Wachmann-Dolmetscher.

Es gehört dazu: das Ungewisse, das zwischen den Welten suspendiert zu sein scheint, das Pantone-Niagara im Leben, das -ling Suffix der Unvollkommenheit.

„Du wirst nie wieder derselbe sein“, sagte damals ein Psychologe im Aufnahmelager.

Wir alle werden nie wieder dieselben sein. Dieser Krieg hat ein Land zerstört, die Menschen deplatziert, umsortiert, die Welt wieder durchmischt wie Blätter im Herbstwind.

Auf dem Weg nach Hause kommen mir zwei junge Männer entgegen, schwarze Haare, Vollbärte, bescheiden gekleidet. Noch weitere zwei Flüchtlinge aus Syrien, wette ich. Beim Vorbeigehen schnappe ich Fetzen ihrer Konversation auf, es geht um Jobs, im Restaurant. Ich verstehe ihre Sprache. Sie reden nämlich Italienisch, mit einem Akzent aus dem Norden.

Yasin lacht im Kerzenlicht. Er neigt dabei den Kopf leicht nach hinten, vor ihm eine Tasse englischen Tee. Seine perfekt geschnittenen, dunkelbraunen Augen scheinen über dem hellbraunen Teint seines entspannten mediterranen Gesichtes.

Er ist echten Schüssen ausgewichen, er hat das Meer überquert, er lebt.

Er ist wunderschön.

© Elisa Hermann 2019 – all rights reserved.

Editing: Detlef Lange.

Happy Valentainz!

(Tratto da: Dialoghi con Yasin).

Dialoghi con Yasin è un work in progress. Alcune parti sono anticipate in questo blog.

A leggere quella lettera ci si può sentire minacciati, disorientati. Specialmente se uno è profugo di guerra con tanto di documento di identità appena rinnovato in attesa di ritiro, e certificato di integrazione. Insomma un rifugiato a posto con il pedigree.

Come? Ah sì, ora ve lo spiego. In Germania un rifugiato avente stato e diritto è obbligato a seguire corsi di lingua e anche un corso di orientamento sulla società tedesca. Alla fine se è abbastanza bravo supera un particolare esame di lingua e se proprio è studioso partecipa a un test con domande a risposta multipla del tipo: Che cosa succede in Germania a un giornalista che critica il governo? Risposte possibili: 1) Viene immediatamente incarcerato, 2) deve pagare un’ammenda, 3) niente perché in Germania vige la libertà di stampa e di parola. Naturalmente questi sono trucchetti per smascherare subito eventuali componenti dei servizi segreti di stati canaglia che si siano infiltrati alla chetichella nel paese con scopi delinquenti e che ora si spacciano per richiedenti asilo politico.

Insomma, Yasin ha superato tutti i test brillantemente e da qualche tempo è in possesso di un foglietto giallo-arancione intitolato Certificato di Integrazione – Siamo o non siamo?

E se poi sei anche riuscito a inserirti nel famigerato mondo del lavoro, sottopagato rispetto alle tue qualità, e iperqualificato riguardo le mansioni che svolgi, sei esattamente paragonabile ai due terzi della popolazione europea: integrazione riuscita.

A chi può venire in mente ora di rimettere in dubbio tutto questo?

Si, perché, suvvìa il testo non è proprio un invito a festeggiare, soprattutto il passo che fa “lei è tenuto a collaborare e in caso di mancato adempimento punibile con un’ammenda fino a 25.000 Eur commutabile in una pena di reclusione fino a due settimane. Si informa inoltre che nei locali di attesa del ministero non c’è servizio bar”. Insomma uno già si vede trascorrere ore della propria vita in una sala d’aspetto affamato e assetato mentre il film mentale srotola le scene di Sbarco immediato! La prospettiva non è proprio rosa.

Per fortuna nella missiva c’è un numero di telefono – Siamo o non siamo nel paese della trasparenza e della precisione?

Chiamo.

Mi risponde un impiegato imbarazzato quanto compito

No signora, è solo un controllo di precisazione. Nulla da temere.

Vuole dire che durante il procedimento per accertare la legittimità della richiesta di asilo non hanno accertato che si tratta di un passaporto siriano originale?

Esattamente signora.

E mi scusi, questo colloquio, non si può rimandare, sa il signor Yasin lavora…

Certo signora, usi il modulo apposito…

No signora, davvero, stia tranquilla.

Non ho che fidarmi a occhi ciechi del servizio pubblico tedesco, del resto, mi dico, ci lavoro anche io. Mi immagino dietro una scrivania con davanti un’orda di popolo urlante da sfamare, alloggiare e … smistare: “Prego, ISIS di qua, civili semplici di là…”.

E poi, non sta su tutti i giornali che nel paese sono entrati, oltre a siriani in fuga dalla guerra, anche mafiosi libici in fuga dalla legge, padri di famiglia albanesi in fuga dagli alti tassi di credito per costruire la casetta a due piani, più il condono edilizio, minorenni tunisini in fuga dalla scuola, e varia (dis)umanità in fuga da chi sa che altro?

Per un breve momento della storia essere siriani è stato una gran figata, perché evvero che stai in fuga dalle torture, le bombe, le violenze psicologiche, sessuali e fisiche; evvero che hai attraversato il Mediterraneo vomitando l’anima; evvero che in molte caserme italiane vi hanno picchiato, quasi come a dire “il regime siriano non scherza, ma noi nemmeno siamo da meno, e anche se non abbiamo Assad, pure Salvini, nel suo piccolo…”. Evveroanche che un bel po’ di voi sono annegati durante le traversate di fortuna, altri sostano ancora ai varchi di frontiera in Ungheria e in Serbia, in Croazia e in Macedonia, luoghi che in quanto a comfort e prestazioni professionali del personale addetto fanno rimpiangere le prigioni siriane. Evvero tutto. Ma numerosi diversamente passaportomuniti negli anni scorsi hanno fatto carte false (nel vero senso della parola) per essere siriani, o almeno per sembrarlo.

E non si preoccupi signora, non c’è niente da temere. Sì può venire anche lei a farcelo vedere questo passaporto, basta una delega informale.

E grazietante dottore e miscusi il disturbo e arrivederLa dottore.

No, vi giuro, non tossisco per impietosirvi. Mi ha colto l’influenza, ce l’ha fatta alla fine, infingarda.

Mi trascino verso il Ministero per l’emigrazione e i Rifugiati che per fortuna da casa mia si raggiunge a piedi, affrontando il vento, i chilometrici guinzagli di cane stesi da una parte all’altra del marciapiede e i gruppi di bambini dell’asilo spagnolo in marcia forzata verso il vicino parco.

Sono armata di passaporto siriano, il mio documento tedesco e un thermos portatile colmo di tisana di timo, preparata ad un’attesa spartana e frugale.

Mi accoglie un guardiano bonario e cerimonioso che assomiglia alla maschera di un cinema d’altri tempi, mentre entra in scena l’inserviente più discreta della storia dei controlli, avevo dimenticato di aprire la borsa, aspetta paziente e si scusa della perquisizione dicendo “mi permette un abbraccio, signora?”. Penso che assomiglia un po’ alla Signora Rosaria che abitava nel nostro palazzo al Petraio.

Un affabile impiegato di accoglienza mi porta direttamente allo sportello e qui si rivela la vera sorpresa.

Ecco, mi dica… Ah è venuta di persona, certo, si capisce, e chi vuole spedire per posta un passaporto, il colloquio? Ah quello è di routine, lo devono fare tutti ogni due anni.

E che domande bisogna attendersi?

Mah, domande generiche: che ne pensa della Siria? È un paese sicuro secondo lei?

Immagino Yasin novello esperto di politica internazionale discettare delle sorti del Medioriente davanti a un impiegato annoiato…

Non so perché ma ho l’impressione che tutto questo non abbia niente a che vedere con gli astanti. Piuttosto sembra un copione scritto in virtù di qualche accordo politico atto a tenere buono quel gruppo che in Parlamento siede alla destra del centro.

Aspetto non più di venti minuti in una sala luminosa e accogliente. Uno schermo mostra un filmato in albanese. Alcuni manifesti informano in varie lingue sul rientro volontario, sottolineo, volontario, con un incentivo statale non indifferente. Penso a un paio di signore che una volta in salvo in Germania hanno dichiarato su Al Jazeera di preferire le bombe in patria piuttosto che vedere le proprie figlie crescere in pace all’estero senza velo. E se ne sono tornate a Idlib (la provincia più bigotta del mondo dopo Treviso) – La coerenza non ha limiti, il fanatismo nemmeno.

Scopro che dietro un angolo nascosto ci sono tre distributori funzionanti di bevande calde e fredde, due lavandini muniti di disinfettante per le mani, c’è perfino un fasciatoio. Manca il barista – era questo che intendeva la lettera.

La signora grassa ritorna sorridendo, mi porge una ricevuta e mi invita a tornare domani “in mattinata”.

Domani in mattinata è oggi, San Valentino. La bronchite avanza, la esorcizzo con una doccia bollente e mi infilo un pullover da pecora. Leggo la notizia che due sgherri del regime di Assad sono stati arrestati – uno a Berlino – nell’ambito di un’inchiesta che durava da due anni. Si erano spacciati per profughi di guerra. Che li abbiano scoperti perché hanno risposto sbagliato al test?

Mi preparo al peggio: “Come reagisco se non mi restituiscono i documenti? Quella postilla non l’avevo proprio letta, che cosa vorrà mai dire?”. Mi innervosisco. Mi dico che andrà tutto bene. Chiudo la porta a chiave e aspetto l’ascensore che arriva in uno sfolgorìo di luce alogena e acciaio cromato. Che desiderare oltre?

Oggi è San Valentino, per strada fa quasi caldo. Invio un messaggio a mio figlio in Australia, Happy Valentine … .

Questa volta l’ingresso del Ministero è bloccato da una famiglia di Kosovari venuti a fare domanda per un alloggio popolare. Faccio l’aria seria, ma in realtà seguo appassionatamente il colloquio. C’è un traduttore, ma non riesce a convincerli che questo è il ministero per l’emigrazione, e la loro richiesta va inoltrata invece all’ufficio affari sociali.

L’impiegato impietosito mi fa passare avanti, si ricorda di me. Non faccio in tempo a entrare in quella sala che sembra una lounge, eccolo di nuovo alle mie spalle, mi porge i documenti di Yasin.

Mi richiudo il piumino, faccio per uscire, ma la signora grassa di ieri mi richiama dallo sportello.

Allora che cosa vuole fare il signor Yasin per il colloquio?

Ah giusto, voleva fare domanda per procrastinarlo. E lei, memore del desiderio sta ora pronta con un modulo davanti, quasi felice di rivedermi. Mi sento leggermente in colpa.

No signora, non c’è bisogno, Yasin ha mostrato ieri l’invito al suo capo, gli ha letto la parte sul mancato adempimento etc. Lui ha risposto: vai, vai di corsa! – La signora annuisce e quasi ride, conscia. C’è sempre un abisso fra la burocrazia e le persone.

Grazie tante, signora, lei è un tesoro – Le dico. Oggi è San Valentino.

Chiamo Yasin.

“Complimenti, sei un siriano accertato con il pedigree.”

Replica un commento in arabo che non è il caso di riportare. Immagino che in quell’Ufficio potrei lavorarci, o almeno ogni tanto andarci a prendere un tè insieme, in alternativa a Starbucks, o al cinema del quartiere.

Il colloquio, almeno, è quasi esorcizzato.

Da lontano vedo due ragazzi barbuti e modestamente vestiti. “Altri siriani”, immagino. Quando mi passano vicino riesco a cogliere perfettamente stralci della loro conversazione su un qualche lavoro in un ristorante: infatti parlano in italiano, con accento del nord… Damasceni, milanesi, una faccia una razza!

Una signora mi chiede se ho da cambiare per il parcheggio. Le regalo tutte le monetine che ho: Oggi è San Valentino.

Mi infilo in farmacia per fare scorta di gocce e pillole antinfluenzali, poi compro un dolce di frutta e filo dritto al tavolo della mia cucina che in questo momento della giornata è inondata di sole.

Mio figlio risponde al messaggio: Si dice Happy Valentine’s, mamma, e mi cita la filastrocca per ricordarsi della regola: he-she-it, the s must fit. Il tutto decorato dai cuori di ordinanza.

Ma io Happy Valentinez proprio non riesco a dirlo. “Happy Valentine!”, dico al fattorino che proprio or ora mi sta porgendo un pacco da parte di Yasin e mi risponde: “Happy Valentine anche a lei, signora”

(to be continued…)

©Elisa Hermann 2019 – all rights reserved.

Pensieri sparsi lungo il percorso di un giubileo

È la fine di un tiepido pomeriggio di primavera inoltrata. Sono di ritorno da una breve, brevissima vacanza metropolitana: ho passato ore trasognate su una terrazza fra i tetti della città, intorno solo il sole e il fruscio lieve delle canne mosse dalla brezza, avanti un bicchiere d’acqua e l’orizzonte celeste. È uno di quei momenti in cui il mondo sembra veramente a posto così com’è, mi incammino verso la fermata dell’autobus che mi porterà a casa in poche fermate. E la vedo già da lontano, allegra e colorata, ma cos’è? Mi avvicino e finalmente la riconosco. C’è una lapide in quel posto, c’è già da alcuni anni, come altre che amministrazione cittadina ha piantato in vari quartieri tranquilli e alla moda per commemorare il fatto che che questi luoghi urbani qualche anno fa tanto tranquilli non erano. Per l’esattezza cinquanta anni fa. In particolare questo incrocio fu testimone di un’aggressione armata a sangue freddo nella quale fu ferito Rudi Dutscke, l’anima carismatica e creativa della rivolta studentesca. Era il 1968. Dutschke morì dieci anni dopo per le conseguenze dell’attentato.

Per chi si trovasse a Berlino, la lastra si trova sul Kurfürstendamm, all’angolo con la Joachim-Friedrich-Straße, una zona ormai fascinosamente decadente e decentemente gentrificata, in parte proprio dai ribelli di allora che sono i professori, i medici e gli avvocati di oggi, molti in pensione, alcuni già pronti a occupare i locali della signorile casa di riposo che si trova dall’altro lato della strada con tanto di iscrizione latina.

Non attirerebbe la vostra attenzione: la pietra è impressa nel pavimento stradale, quasi invisibile ai passanti che raramente vi danno uno sguardo frettoloso.

Oggi però tutto è diverso su questo pezzo di selciato attorno alla stele dimenticata. A cominciare da quelle scarpe sparpagliate in apparente disordine e tracciate da cerchi di gesso, per continuare con quei fiori sciolti, singoli e a mazzi e per finire con quel cartone ondulato che sventola nella brezza come se volesse liberarsi dal palo a cui è stato fissato con il fil di ferro, e ricorda a lettere colorate che “La rivoluzione non muore”.

un’installazione inusuale. Si tratta di un colpo di mano dei seniores del vicinato? Un giornalista affiorato dalla mia ricerca estemporanea sulla Rete si chiede se per caso attempati signori e signore abbiano approfittato del momento per liberarsi di calzature ormai fuori moda.

A prima vista gli darei anche ragione. Per quelli di noi che in quegli anni della rivolta furono bambini sono grati i momenti in cui non se ne parla, soprattutto in questi mesi in cui uno dopo l’altra stiamo arrivando al mezzo secolo, come birilli che crollano alla fine della pista, mentre i nostri vecchi sprizzano vitalità da tutti i pori, rilasciano interviste, partecipano a convegni, realizzano installazioni.

E a noi non resta che ricordare per la cinquantesima volta i lunghi pomeriggi trascorsi in aule affollate e fumose, le marce forzate delle manifestazioni e le prediche annose prima, durante e dopo l’adolescenza. Essere figli e nipoti del sessantotto ha significato essere ragazzi negli anni ottanta, anni bui, disorientati, incerti all’ombra della catastrofe atomica e soprattutto gli anni in cui ogni nostro timido tentativo di ribellione, protesta, autorealizzazione che fosse, risultava inutilmente ridicolo, scialbo, al minimo fuori luogo, e al massimo una brutta copia delle gloriose imprese dei nostri antenati. Nessuno ha espresso questi sentimenti meglio di Enrico Brizzi nel suo capolavoro Jack Frusciante è uscito dal gruppo. Anche altri autori hanno scritto le magnifiche sorti e progressive degli eredi degli ex-rivoltosi.* Tutto è stato detto e io potrei solo aggiungere il capitolo in cui ci siamo trovati i rivoluzionari di un tempo come capiufficio e dirigenti all’inizio delle nostre carriere, ma risparmio al lettore tale patetico quadro di miserie di fine Novecento. Disavventure di impiegati senza qualità.

Sorrido al cartellone ondeggiante, ai fiori e alle scarpe. Mi dico Grazie, sì, siete stati grandi, ma non sarebbe ora di chiudere anche questa pagina del grande libro della Storia? Farci respirare in libertà il secondo mezzo secolo che ci vedrà pensionati senza meriti, senza interviste da rilasciare? Sarebbe ora di consegnare finalmente tutto ai musei, ai libri, alle tesi di laurea. Metterci, veramente, una pietra sopra? Intanto arriva l’autobus e io mi metto in viaggio verso una serata serena e una cena all’aperto, la prima della stagione.

Senonché, qualche settimana dopo, nel pieno degli esami e del primo caldo estivo mi imbatto in un’altra scritta, anche questa volta sul pavimento. In un bel viola carico si propone cultura invece di scuola. “Qualcuno è ancora immune dall’omologazione quotidiana”, la conclusione di Armando, un mio giovane collega che nella realtà ha un altro nome.

Con il pensiero ritorno all’installazione delle scarpe, facendomi largo fra la massa degli studenti irriguardosi per guadagnarmi l’ingresso dell’istituto scolastico, il mio posto di lavoro.

Incontro Mara, che anche lei in realtà ha un altro nome. Conversiamo sullo stato presente delle fatiche, conveniamo che è sempre più difficile trasmettere saperi e valori in un mondo dove l’impegno civile è diventato un lusso per chi se lo può permettere e il resto è una corsa a ostacoli per cercare di rimanere al di qua delle transenne che dividono i sempre meno privilegiati dai sempre più esclusi.

Che il Sessantotto sia stato l’ultimo momento in cui l’Europa sognò un mondo più giusto, con slancio e sincerità? Che gli anni che seguirono non furono in realtà una lunga marcia verso l’appiattimento degli spiriti, delle coscienze, della politica?

Gli anni della protesta furono anni difficili, anni violenti, anni pieni di errori. Ma furono anche anni veri, anni di rivolta contro l’ingiustizia in una società ancora impastata di fascismi, in cui l’istruzione scolastica era ancora un privilegio di pochi, anni in cui le guerre destavano orrore, indignazione, anni in cui si protestava contro le dittature dei paesi esteri e nessuno si sarebbe mai sognato di deportarvi persone non grate alla nostra Europa del benessere, come accade oggi.

In quegli anni c’erano i Leone, gli Andreotti e i Cossiga, i Nixon, Gli Assad e i Gheddafi. E c’erano anche i Moro, i Berlinguer, i Willi Brand, e i Dutschke, c’erano quelli come mio padre e mia madre, quelli che in un mondo migliore ci credevano veramente. E c’era Pasolini. C’era una sinistra italiana che faceva andare Carmelo Bene e Dario Fo in prima serata, e Ligabue era un pittore disadattato e non una rockstar. Oggi ci sono solo i Grillo e i Salvini; non c’è più Gheddafi, ma in compenso la Libia è un tumulto di fazioni, signori della Guerra e gruppi militari incontrollati che si spartiscono il paese a colpi di arma da fuoco e varie atrocità. E l’Italia con questo paese fa patti per tenere lontana dalle sue coste la povera gente, quelli che un tempo si chiamavano i proletari e che oggi si definiscono clandestini, migranti, illegali. Oggi in Italia nessuno scende più in strada contro le guerre. E pochi sanno che in Germania nell’autunno scorso si sono svolte vere e proprie cacce all’uomo contro i profughi, mentre ogni famiglia tedesca paga di tasca propria circa tremila euro all’anno per il risanamento del crollo bancario di dieci anni fa. I nostri studenti imparano il dibattito, ma non sanno riempirlo di contenuti, nelle assemblee si litiga su banalità, i genitori stanno ancora nei consigli scolastici, ma solo per lamentarsi, in un mondo in cui tutto si può mettere in questione, ma non si trova alcuna risposta.

È inverno: un mattino plumbeo staffilato da una perfida pioggerellina sottile gelida che irrigidisce i muscoli e affloscia il morale. Uno studente si lamenta perché l’altra classe invece di fare lezione va a un incontro con Frank Matano. A volte bisogna ammettere la propria ignoranza, anche di fronte a una classe, così prego suddetto alunno di fornirmi particolari ulteriori. Scopro che l’entusiasmo vale a un comico che ha fatto fortuna su youtube. Con tutto il rispetto per questo signor Matano, c’è stato un tempo non lontano in cui i miei allievi fibrillavano per Dacia Maraini e Amara Lakhous e l’aula magna della nostra scuola di provincia mitteleuropea un giorno si riempì di ragazzi di tutta la città venuti ad ascoltare Stefano Benni, non proprio Pasolini, ma neanche Matano. Oggi sarebbe improponibile: troppe verifiche, troppi controlli in itinere, troppi esami, troppa disciplina, troppa burocrazia.

Troppa arroganza, egoismo, appiattimento culturale, standardizzazione, omologazione. Troppa indifferenza, troppa paura, troppo cinismo.

I sessantottini erano dei gran rompicoglioni, ma piantavano aiole per strada molto prima del movimento ecologista, collaboravano con gli insegnanti nelle scuole di quartiere, molto prima che andare al consiglio di classe diventasse una moda per signore annoiate, organizzavano il teatro di strada. Forse non tutti erano sinceri, probabilmente molti lo fecero per moda, o per proprio vantaggio, ma erano tanti, quelli che ci credevano, e non solo per le strade, ma anche nelle redazioni, in televisione, nelle scuole e nelle università. Peccarono di orgoglio e di ingenuità quei ribelli cresciuti al sole del dopoguerra che volevano cambiare tutto e nemmeno lontanamente immaginavano che un mondo peggiore è possibile.

La scritta viola ormai sta sbiadendo, Le scarpe e i fiori ormai dimenticati.

Le scarpe di Rudi Dutschke, quando mezzo morto fu trasportato via dall’ambulanza in quel giorno grigio di fine aprile di cinquanta anni fa, rimasero appaiate sull’impiantito. La polizia le cerchiò di gesso, perché erano parte della scena del crimine. In una foto d’epoca vedo la bicicletta rovesciata e la sua cartella mezzo aperta con i fogli in disordine mossi dal vento.

© Elisa Hermann, 2019 – All rights reserved.

Riferimenti:

La lapide e le scarpe:

http://schmid.welt.de/2018/04/

3000 euro per le banche

https://sz.de/1.4126273

Io sto con Samed

Gustavo Hermann

* Caterina Duzzi, nel volume Compagni genitori, comunisti immaginari, narra la propria infanzia ai tempi di Lotta Continua.

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